Inklusionslied - Blindenverband ASZ

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Inklusionslied
Inklusion – Blind Foundation
Text: Alexandra Cremer

1. Strophe
Wir reisen durch die Welt und nehmen möglichst alles mit,
essen bio,  treiben Sport, halten unsern Geist gern fit.
Mit Nahrung, Geld, Öl und Energie wird kräftig spekuliert,
doch die  „Bildung für Alle“ wird rationalisiert.
Hat in die UN-Konvention schon mal jemand reingesehn,
denn bei der  Umsetzung vor Ort muss dringend was geschehn.
Die Barrieren in den Köpfen sind die Steine auf dem Weg,
habt ein bißchen  Mut und die Zweifel sind ganz schnell weggefegt!
Es gibt einen Weg, den können wir gemeinsam gehn,  doch müssen wir zuerst etwas ganz Simples verstehn:
Inklusion: nimmt uns in unsren Stärken wahr,
nur  Inklusion kommt mit den Unterschieden klar.
Inklusion: sie nimmt uns mit,  lässt keinen stehn,
Inklusion: lass neuen Wind durch alle Länder  wehn!

2. Strophe
Die Vielfalt aller Unterschiede ist der Reichtum dieser Welt,
und statt  andre auszugrenzen werden Stärken jetzt gezählt.
Es ist in andern Ländern doch schon längst Realität:
alle zusammen vom  Kindergarten bis hin zur Universität!
Um dies in Deutschland zu erreichen, muss man erst mal vor Gericht
und  trotz viel Mühe, Zeit und Geld ist Inklusion hier nicht in Sicht.
Die Selbstverständlichkeit, mit andern Menschen umzugehn,
fehlt bei  vielen heute noch, ja, das kann man täglich sehn.
Doch es gibt einen Weg, den können wir gemeinsam  gehn,
nur müssen wir zuerst etwas ganz Simples verstehn:

Inklusion: nimmt uns in unsren Stärken wahr,
nur  Inklusion kommt mit den Unterschieden klar.
Inklusion: sie nimmt uns mit,  lässt keinen stehn,
Inklusion: lass neuen Wind durch alle Länder  wehn!

3. Strophe
„Handicap“ bedeutet nicht,  wie gut man Golf spielen kann,
sondern "Einschränkung" im Leben, nicht nur  dann und wann.
Für alle, die ein Leben lang, sich aufgerieben haben,
was wollen wir, was  wollen wir, was wollen wir denn denen sagen?
Denen, die nicht gehen, hören, sprechen, greifen oder sehen
Und auch  denen, die mehr Zeit brauchen, etwas zu verstehen
Doch stehn wir im Moment nur da und schaun uns um und warten
und hoffen  einfach stark drauf, dass andre damit starten.
Bildungsfern ist ganz schön nah und muss oft gar nicht sein!
Ja denn ´ne  Chance braucht ein jeder hier, das leuchtet doch wohl ein.
Bildungsnah und doch  so fern, macht das wirklich einen Sinn?
Erstmal ich und dann lang nichts, wo  wollen wir, wo wollen wir, wo wollen wir denn damit hin?
Nicht drängeln, sondern Tür aufhalten nicht nur selbst durchgehen,
Ein  Lächeln schenken, Hände reichen: ist das so schwer zu verstehn?
Wir alle dürfen in uns gehn und ernsthaft fragen:
Was wünschen wir für  unser Morgen, was kann ich dazu beitragen?
Es gibt einen Weg, den können wir gemeinsam gehn,  
Doch müssen wir zuerst etwas ganz Simples verstehn:

Inklusion: nimmt uns in unsren Stärken wahr,
Nur  Inklusion kommt mit den Unterschieden klar.
Inklusion: sie nimmt uns mit,  lässt keinen stehn,
Inklusion: lass neuen Wind durch alle Länder  wehn!
Inklusion: nimmt uns in unsren Stärken wahr,
Nur Inklusion kommt mit den  Unterschieden klar.
Inklusion: sie nimmt uns mit, lässt keinen stehn,
Inklusion: lass einen Ruck jetzt endlich auch durch  Deutschland gehen!
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