Beitrag - Blindenverband ASZ

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BSVS e.V.

Dresden, November 2017

Liebes Mitglied,

wie Sie bereits durch Ihre Kreisorganisation erfahren haben, wird sich der Mitgliedsbeitrag für Ihre Mitgliedschaft im Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e. V. ab 2018 um monatlich ein Euro erhöhen. Die letzte Beitragserhöhung liegt mittlerweile sechs Jahre zurück. Die allgemeinen Preissteigerungen in den letzten Jahren in sämtlichen Bereichen wie Miete, Energie, Versicherungsbeiträge etc. sind Ihnen allen aus Ihrem Alltag bekannt und betreffen natürlich auch Vereine wie den BSVS. Um es gleich voranzustellen: der Mitgliedsbeitrag ist die sicherste und wichtigste Einnahmequelle eines Vereins. Er bildet die Grundlage dafür, dass sämtliche gemeinnützige Aufgaben überhaupt finanziert werden können.

Es scheint oft so, als ob der Verein von seinen Mitgliedern als Dienstleister gesehen wird, der aber möglichst nur wenig kosten darf. Gleichzeitig werden von den Kreisorganisationen aber beispielsweise mehr attraktive Angebote, außergewöhnliche Veranstaltungen und insbesondere vom Landesverband eine professionelle Jugendarbeit und die Einflussnahme auf politische Entscheidungen, die blinde und sehbehinderte Menschen betreffen, gefordert. Wie kann all dies bei gleichbleibenden Mitgliedsbeiträgen umgesetzt werden? Fördermittel aus öffentlicher Hand decken nur einen Teil der Ausgaben. Verbleibende Kosten muss der BSVS aus eigenen Geldern bestreiten.

An dieser Stelle soll noch einmal deutlich gemacht werden, dass die Zahlung des Mitgliedsbeitrages laut Satzung eine Verpflichtung jedes Mitgliedes ist, um die Vereinsarbeit sicherstellen zu können. Nicht selten tritt dann die Frage auf, „Was bekomme ich als Mitglied für meinen Beitrag?“ Von den Beiträgen wird ein Großteil der Angebote in Ihrer Kreisorganisation finanziert. Viele Angebote werden aber durch die Kreisorganisation um ein Vielfaches bezuschusst.

Was wird durch Ihren Beitrag ermöglicht?
  • Es werden Veranstaltungen organisiert, für die teilweise Raummieten, Honorare für Referenten oder ein Kulturprogramm und Speisen und Getränke gezahlt werden müssen.
  • Es werden Ausflüge angeboten, wobei beispielsweise Kosten für Reisebusse teilweise durch Ihre Kreisorganisation übernommen werden.
  • Es gibt Angebote zur sportlichen Betätigung wie Tischball, Skat oder Tandemfahren, die teilweise kostenlos oder durch einen geringen Eigenanteil genutzt werden können.

Und auch der Landesverband hat einiges zu bieten:
  • Sie können regelmäßige monatliche Informationen als Rundschreiben in Punktschrift, Großdruck, als Audio-CD oder per E-Mail erhalten und werden so beispielsweise über interessante interne und externe Veranstaltungen, über relevante Gesetzesänderungen und über für blinde und sehbehinderte Menschen geeignete Freizeitangebote (wie Theateraufführungen mit Audiodeskription, Ausstellungen oder Führungen) auf dem Laufenden gehalten.
  • Wenn Sie mögen, können Sie den kostenlosen BSVS-Newsletter abonnieren, der mindestens einmal monatlich erscheint.
  • Sie können sich stets über aktuelle Veranstaltungen und Termine in den Kreisorganisationen, auf Landesebene oder von externen Anbietern auf unserer Internetseite informieren.
  • Sie erhalten als Mitglied 5 % Rabatt bei jedem Einkauf in unserem Landeshilfsmittelzentrum sowie auf Zeitschriften der DZB. Daneben gibt es mit der DBSV-Karte noch viele weitere Vergünstigungen.
  • Sie können als Mitglied eine kostenlose Rechtsberatung oder -vertretung im Fragen des Sozial- und Verwaltungsrechts durch die rbm gemeinnützige GmbH in Anspruch nehmen.

Zudem können Sie sicher sein, dass sich der BSVS stets für die Belange blinder und sehbehinderter Menschen in Sachsen auf politischer Ebene stark macht. Als ein wichtiges Ergebnis dieser Bemühungen kann die Erhöhung des Landesblindengeldes seit Januar 2017 angesehen werden.

Die Verwirklichung all dieser Aufgaben kann nicht nur durch ehrenamtliche Arbeit geleistet werden. Die Beschäftigung hauptamtlicher Mitarbeiter ist unumgänglich. In der Koordinierungsstelle in Dresden werden von ihnen jährlich Fördermittelanträge erarbeitet, um Zuschüsse für Personal- und Sachausgaben zu erhalten. Die übrigen Kosten muss der BSVS, wie oben beschrieben, aus eigener Kraft aufbringen. Auch hierfür ist Ihr Mitgliedsbeitrag, der notwendigerweise ab und an den steigenden allgemeinen Kosten angepasst werden muss, eine wertvolle Unterstützung.

Ein Verein funktioniert nur als Solidargemeinschaft. Alle Mitglieder zahlen zum Wohle aller, auch wenn sie vielleicht nicht alle Angebote nutzen können oder wollen. Es sollte nicht in erster Linie darum gehen, was jeder einzelne für seinen Beitrag bekommt. Nur wenn wir viele sind, wird man auch zukünftig daran denken, akustische Ampeln aufzustellen, Ansagen in Bussen und Bahnen einzuschalten, Treppenstufen mit Kontraststreifen zu markieren, Haushaltsgeräte mit Sprachausgabe entwickeln, Sozialleistungen ausreichend zu zahlen und Vieles andere mehr.

In diesem Sinne:

„Der Mensch für sich allein vermag gar wenig und ist ein verlassener Robinson: nur in der Gemeinschaft mit den andern ist und vermag er viel.“
(Arthur Schopenhauer)

Ihr Landesvorstand

Beitragsordnung des BSVS
(Beschluss der 5. Landesausschusstagung am 6.5.2017)
  1. Beitragssatz
1.1 Ordentliche Mitglieder, die soziale Leistungen wegen Blindheit beziehen, zahlen einen monatlichen Beitragssatz von 8 EUR (Jahresbeitrag 96 EUR).
1.2 Leistungen im Sinne von Ziffer 1.1 sind insbesondere
- das Landesblindengeld,
- die Blindenhilfe gem. § 72 SGB XII,
- die Pflegezulage nach § 35 des Bundesversorgungsgesetzes (BVG),
- das Pflegegeld der Unfallversicherung nach § 44 Sozialgesetzbuch VII.
1.3 Mitglieder, die keine Leistungen im Sinne von Ziffer 1.1 und 1.2 erhalten (Sehbehinderte), zahlen einen monatlichen Beitrag von 6,50 EUR (Jahresbeitrag 78 EUR).
1.4 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Beitragszahlung befreit.
2. Beitragsnachlass
In begründeten Fällen kann der Kreisvorstand auf Antrag des Mitglieds einen Nachlass des Beitrags gewähren.
Dies gilt insbesondere für Mitglieder mit geringem Einkommen.
Gleiches gilt für Mitglieder, die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Leistungen der Grundsicherung im Alter bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) oder vergleichbare Sozialleistungen erhalten.
Das Mitglied hat den Nachweis über die Gründe seines Antrags zu führen.
Bei Erhöhung des Einkommens muss die Minderung jährlich neu beantragt werden. Dies gilt nicht für Heimbewohner/innen.
Über Einkommenserhöhungen hat das Mitglied den Kreisvorstand zu informieren. Dem Landesvorstand obliegt trotzdem, die Nachweisführung des Mitgliedes einzufordern.
Der Landesvorstand ist über gewährte Minderungen zu informieren.
Der Antrag soll bis 1.10. für das Folgejahr beim Kreisvorstand eingereicht werden. Der Landesvorstand entscheidet über die Beitragsminderung, wenn dies vom Kreisvorstand oder Mitglied gewünscht wird.
Der Mindestbeitrag beträgt 3,50 € monatlich
(42,00 € Jahresbeitrag).

3. Fälligkeit des Beitrages
Der Jahresbeitrag soll bis zum 30. Juni des laufenden Jahres entrichtet werden, es sei denn, in der Kreisorganisation wird halbjährlich kassiert. Der Kreisvorstand kann abweichend auf Antrag des Mitglieds der Beitragszahlung in mehreren Raten zustimmen.
Für die Beitragsrückzahlung gilt § 10 Absatz 4 der Satzung.

4. Inkrafttreten
Diese Beitragsordnung tritt ab 01.01.2018 in dieser Form in Kraft und löst die bisher geltende Ordnung ab.

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