01/18 - Blindenverband ASZ

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Betreff: BSVS KOMPAKT 01-2018 - Barrierefreie Waschmaschine / Bahnsteighöhenkonzept / Inklusionsgesetz / LHZ-Sprechstunde / Aufruf der Villa-AG / BPA / Parade der Vielfalt

BSVS KOMPAKT – 01/2018

Sehr geehrte(r) Frau Kathrin Rudolf,

Auch in diesem Jahr möchten wir Ihnen interessante Beiträge liefern, Sie auf die verschiedensten Veranstaltungen hinweisen und natürlich freuen wir uns auf einen regen Informationsaustausch. Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen der ersten Ausgabe des BSVS KOMPAKT.


1. Barrierefreie Waschmaschine
2. Kritik an neuem Bahnsteighöhenkonzept 3. Online-Beteiligungsverfahrens zum Inklusionsgesetz 4. LHZ-Sprechstunde 5. Aufruf der Villa-AG 6.
Blickpunkt Auge: Beratungs- und Bibliotheksmobil Tourdaten 7. Parade der Vielfalt 2018 in Chemnitz


1. Barrierefreie Waschmaschine

„Miele-Waschmaschine für blinde oder sehbehinderte Menschen jetzt lieferbar
- Der Prototyp der hier erwähnten Waschmaschine wurde bereits auf der IFA
2016 am Stand des DBSV vorgestellt. Ein Berliner Händler bot diese Maschine auf der Hilfsmittelausstellung des ABSV im November 2017 an.

Der Gütersloher Hausgerätehersteller Miele bietet erstmals eine spezielle barrierefreie Waschmaschine für blinde oder sehbehinderte Menschen an. Das Modell mit dem Namen »Guideline« sei entwickelt worden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband und unter maßgeblicher Mitwirkung von Miele-Mitarbeiterin Susanne Wegener-Dreckmann, die selbst blind ist. Das Gerät biete eine einzigartige Kombination haptischer Elemente und akustischer Signale. Hinzu komme eine gesprochene Audio-Bedienungsanleitung.

Detaillierte Informationen finden Sie hier:
www.miele.de/microsite/GuideLine/index.html“

(Quelle: Judith Dolny, Landesvorstand BSVS)


2. Kritik an neuem Bahnsteighöhenkonzept

„Berlin (kobinet). Mit Unverständnis und großer Sorge betrachtet der Sozialverband VdK die Auseinandersetzung um die geplante Einheitshöhe bei Bahnsteigen. So soll im Rahmen eines neuen Bahnsteighöhenkonzepts der Deutschen Bahn die Höhe der Bahnsteige an vielen bereits barrierefrei gestalteten regionalen Linien auf 76 cm festgelegt werden.

"Das ist ein herber Rückschlag für den barrierefreien Nahverkehr. In mindestens 9 Bundesländern bestehen große Netze mit 55 cm hohen Bahnsteigen und dazu passenden Fahrzeugen, die mit Milliardenkosten angepasst werden müssten. Mit einem Umbau könnte in vielen Fällen schon erreichte Barrierefreiheit auf Jahrzehnte hinaus wieder verloren gehen", so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Irritierend sei vor allem die Tatsache, dass Gespräche mit den Interessenverbänden zu diesem Thema bislang ausblieben. "Das ist umso unverständlicher, als dass die Verbände von Menschen mit Behinderung bislang aktiv an der Erarbeitung von bereits drei Bahnprogrammen mitgewirkt haben. Es darf nicht sein, dass zukünftig das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn beim zentralen Thema Barrierefreiheit an den Interessen von Menschen mit Behinderung vorbei verhandeln", erklärte Ulrike Mascher.

Der Sozialverband VdK spricht sich grundsätzlich nicht gegen eine einheitliche Bahnsteighöhe von 76 cm aus, fordert aber, dass die Umsetzung des neuen Bahnsteighöhenkonzepts nicht zu Verschlechterungen der Barrierefreiheit außerhalb von Bauphasen führt. Der VdK fordert außerdem, dass die finanziellen Mittel erhöht werden, um die vollständige Barrierefreiheit aller Stationen schnell zu erreichen. "Die zügige Herstellung der Barrierefreiheit an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland darf nicht scheitern", so Ulrike Mascher. Der VdK unterstützt deshalb die Verkehrsministerkonferenz in ihrer Forderung, zügig ein gemeinsam abgestimmtes Bahnsteigkonzept zwischen Bund, Deutsche Bahn und Ländern zu entwickeln. Außerdem fordert der Verband ein sofortiges Moratorium. "So wird verhindert, dass die akuten negativen Auswirkungen des neuen Bahnsteighöhenkonzeptes in zahlreichen Kommunen weiter greifen."

(Quelle: Ottmar Miles-Paul, kobinet Nachrichten, veröffentlicht am 11.
Dezember 2017)


3. Online-Beteiligungsverfahrens zum Inklusionsgesetz

„Wir daran erinnern, dass das Beteiligungsportal des sächsischen Behindertenbeauftragten, Herrn Pöhler, bis zum 28.02.2018 zum Mitdiskutieren einlädt. Es geht hierbei um einen Vorschlag Herrn Pöhlers für ein sächsisches Inklusionsgesetz. Alle Bürgerinnen und Bürger Sachsens können hier mitdiskutieren, Ihre Meinung sagen und weitere Vorschläge einbringen!

Wichtige Informationen finden Sie unter den nachfolgenden Links:
- Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen www.soziales.sachsen.de/4674.html
- Neujahrsdialog des Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
www.medienservice.sachsen.de/medien/news/215665
- Überlegungen des Behindertenbeauftragten zu einem Sächsischen Inklusionsgesetz http://t1p.de/wn81“

(Quelle: Jana Kloss, Geschäftsstelle des Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung)


4. LHZ-Sprechstunde

In unserer nächsten LHZ-Sprechstunde zum Thema "Telefone" wollen wir Ihnen verschiedene Festnetzapparate und Handys vorstellen, die ganz unterschiedliche Bedarfe abdecken. Gleichzeitig können Sie auch mit Fragen zu Ihren aktuellen (Blinden-)Handys und Telefonen zu uns kommen.
Wir freuen und auf Sie am Mittwoch, den 31. Januar 2018, ab 15 Uhr in unserem Räumen in der Louis-Braille-Straße 6. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt. Bitte melden Sie sich bis zum 30.01.2018 bei uns an.

Landeshilfsmittelzentrum des BSVS e. V.
Louis-Braille-Str. 6 | 01099 Dresden
Tel.: +49 (351) 80 90 624
Fax: +49 (351) 80 90 627
Mail: lhz@bsv-sachsen.de

(Quelle: Erik Weidner, Leiter Landeshilfsmittelzentrum)


5. Aufruf der Villa-AG

„Freie Plätze gibt es noch bei dem Seminar „Literatur zum Lauschen“. Dieses findet in der Zeit von Dienstag, den 06.03.18 bis zum Sonntag, den 11.03.18 statt.
Die Woche steht ganz im Zeichen der Hörliteratur. Beschäftigt wird sich größtenteils mit einem mehrstündigen Hörbuch. Darüber hinaus beinhaltet das Programm Hörspiele aus vergangenen Zeiten und aktuelle Produktionen.
Interessenten können sich gern bis zum 15.02.18 bei der Leitung der Aura-Pension „Villa Rochsburg“ unter der Telefonnummer 037383 83800 oder per
E-Mail: villa@bsv-sachsen.de anmelden. Selbstverständlich erhalten Sie auf Anfrage nähere Einzelheiten zum vorgesehenen Programm und der Finanzierung.“

(Quelle: Dietmar Mehnert, Landesvorstand BSVS)


6. Blickpunkt Auge: Beratungs- uns Bibliotheksmobil Tourdaten

Die Tourdaten im Überblick:
- 31.01.2018, 10:00-15:00 Uhr, Frohburg, Markt
- 05.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Moritzburg, Schlossparkplatz
- 07.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Thalheim, Friedrichstraße 10A
- 12.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Crimmitschau, "Taubenmarkt" im Bereich zwischen Sparkasse und Volksbank
- 14.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Pirna, Marktplatz
- 19.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Meißen, Heinrichsplatz
- 22.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Kamenz, Markt
- 26.02.2018, 10:00-15:00 Uhr, Pockau-Lengefeld, Rathausplatz im Ortsteil Pockau
- 17.03.2018, Riesa, Senioren- und Behindertentag
- 26.03.2018, 10:00-15:00 Uhr, Oschatz, Marktplatz

(Quelle: Ulrike Meinhold, Koordinatorin Blickpunkt Auge)


7. Parade der Vielfalt 2018 in Chemnitz

„Es gab viele gute Gründe warum wir Chemnitzer als langjährige aktive Unterstützer der Parade der Vielfalt diese für 2018 ausnahmsweise in unsere Heimatstadt holen wollten. Ich möchte nur einen nennen: unser Stadtjubiläum
875 Jahre Chemnitz. Wir konnten überzeugen.

Mit einem herzlichen Dank an die Verantwortlichen in Dresden laden wir Sie alle ganz herzlich für den 5. Mai 2018 zur Parade der Vielfalt nach Chemnitz ein. Die Parade wird 15:00 Uhr auf dem Vorplatz unseres Hauptbahnhofes beginnen und als großer bunter Zug zum Marktplatz vor das Chemnitzer Rathaus führen. Sie führt vorbei am Monument von Karl Marx, der einmal Namensgeber unserer Stadt war und an diesem 5. Mai seinen 200. Geburtstag hat.

Deshalb und auch wegen des Stadtjubiläums wird es an diesem Tag sehr viele schöne Veranstaltungen in Chemnitz geben: so beispielsweise eine Marx-Geburtstagsfeier, die 19. Auflage der Chemnitzer Museumsnacht, die lange Nacht der Wissenschaft an der TU Chemnitz und auch ein Konzert aus der Reihe "Rock am Kopp". Und weil das so ist, wünschen wir uns, dass behinderte Menschen aus ganz Sachsen ihren europäischen Ehrentag mit Freunden, Weggefährten und Interessenvertretern selbstbewusst und gleichberechtigt mit allen anderen Bewohnern und Besuchern von Chemnitz begehen. Wir wollen Aufsehen erregen, zum Mitwirken anregen und vor allem ganz viel Spaß haben.
Wir können uns so einer großen Gemeinschaft versichern und viele Anhängerschaft finden!

Dazu soll auch ein buntes Programm auf dem Markt beitragen, wo gute Ideen und Angebote dafür noch herzlich willkommen sind. Neben allen Feierlichkeiten soll auch der Anlass für diesen Europäischen Tag nicht aus dem Auge verloren werden. Dresden stellt zum Beispiel bereits die Fahrt nach Chemnitz unter ein wichtiges Thema der Barrierefreiheit: den ÖPNV. Gern kann daraus auch ein gemeinsames Vorhaben werden!

Kontaktdaten für Rückmeldungen:
Petra Liebetrau
Behindertenbeauftragte
der Stadt Chemnitz
Bahnhofstraße 53 (Moritzhof)
09111 Chemnitz
Fon: 0371 488-5581
Fax: 0371 488-5091“

(Quelle: Petra Liebetrau, Behindertenbeauftragte Stadt Chemnitz)



Ihre BSVS KOMPAKT Redaktion!

Redakteur: Katrin Freytag-Liebing
Kontakt: k.freytag-liebing@bsv-sachsen.de

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