... die Medizin - Blindenverband ASZ

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Informationen rund um...
Presseinformation
2018-4 vom 18.6.2018
Retina Implant AG
Gerhard-Kindler-Str. 13
D-72770 Reutlingen
Tel +49 7121 - 36 40 3-0
Fax +49 7121 - 36 40 3-115
info@retina-implant.de
www.retina-implant.de
Vorstand:
Reinhard Rubow (Sprecher),
Jürgen Klein, Dr. Alfred Stett
Vorsitzender des Aufsichtsrates:
Prof. Dr. Eberhart Zrenner
HRB 723742 Amtsgericht Stuttgart
USt.IdNr.: DE227808128
Neues Therapieangebot für Patienten mit Retinitis pigmentosa an der Uniklinik Köln
Kompetenzzentrum für Transkorneale Elektrostimulation
(Reutlingen/Köln) – Für Patienten mit der bisher unheilbaren degenerativen Netzhauterkrankung
Retinitis pigmentosa (RP) gibt es an der Augenklinik der Uniklinik Köln ein
neues Therapieangebot. In der Spezial-Sprechstunde für seltene Netzhauterkrankungen
im Zentrum für Seltene Augenerkrankungen wird nun die Transkorneale Elektrostimulation
(TES) angeboten. Die Behandlung hat zum Ziel, den Krankheitsverlauf bei betroffenen
Patienten zu verlangsamen. In Kooperation mit der Reutlinger Retina Implant AG, die
innovative RP-Therapien entwickelt, werden Patienten mit einem ausreichenden Restsehvermögen
Informationen und die Behandlung angeboten.
Im Zentrum für Seltene Augenerkrankungen an der Uniklinik Köln erhalten betroffene Patienten
in verschiedenen Spezialsprechstunden eine umfangreiche Diagnostik auf internationalem Niveau
sowie eine zielgerichtete Beratung. Seit Kurzem wird dieses Angebot durch eine Sprechstunde
für die Transkorneale Elektrostimulation (TES) ergänzt. Während es bislang für Menschen,
die infolge der seltenen degenerativen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa ihr Augenlicht
verlieren, wenig Behandlungsangebote gab, freut sich Prof. Dr. Sandra Liakopoulos,
Fachärztin für Augenheilkunde und Leiterin des Zentrums für Seltene Augenerkrankungen, über
die Hoffnung machende Entwicklung: „Wir bieten hier State-of-the-art-Behandlungsmöglichkeiten
an und die TES ergänzt unsere Therapieangebote. Es ist sehr erfreulich, dass es für RPPatienten
mit Restsehvermögen nun eine Chance für eine Behandlung gibt, die den Krankheitsverlauf
möglicherweise zumindest verlangsamen kann.“
Seltene, genetisch bedingte Augenerkrankungen betreffen Patienten jeder Altersgruppe und führen
in vielen Fällen zu erheblichen Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung. Retinitis Pigmentosa
ist die häufigste Ursache für erblich bedingte Erblindungen und bislang nicht heilbar.
Der von der Retina Implant AG entwickelte Therapieansatz hat zum Ziel, den Krankheitsverlauf
zu verlangsamen, da mittels der Elektrostimulation mehrere so genannte neuroprotektive
Wachstumsfaktoren aktiviert werden, die einen zellerhaltenden Effekt in der Netzhaut bewirken.
Nach einer sachkundigen Einweisung in der Spezialsprechstunde können die Patienten die
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TES-Therapie, deren Wirksamkeit in klinischen Studien belegt wurde1, 2, mithilfe des RI OkuStim
Systems zu Hause selbst durchführen.
Kontakt für Patienten:
Anne Braun
Prof. Dr. Sandra Liakopoulos
Sprechstunde für erbliche Netzhauterkrankungen
Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln
Kerpener Straße 62, 50937 Köln
Tel: 0221-478-4313 (Service Center)
1 Schatz A, Röck T, Naycheva L, Willmann G, Wilhelm B, Peters T, Bartz-Schmidt KU, Zrenner E, Messias
A, Gekeler F: Transcorneal Electrical Stimulation for Patients with Retinitis pigmentosa: A Prospective,
Randomized, Sham-Controlled Exploratory Study. Invest Ophthalmol Vis Sci. 2011; 52: 4485-
4496.
2 Schatz A, Pach J, Gosheva M, Naycheva L, Willmann G, Wilhelm B, Peters T, Bartz-Schmidt KU,
Zrenner E, Messias A, Gekeler F: Transcorneal Electrical Stimulation for Patients with Retinitis Pigmentosa:
A Prospective, Randomized, Sham-Controlled Follow-up Study Over 1 Year. Invest Ophthalmol
Vis Sci. 2017; 58: 257-269
Über Retinitis pigmentosa
Retinitis pigmentosa (RP) ist eine degenerative Netzhauterkrankung, die zur Zerstörung der
Netzhaut und im Endstadium i.d.R. zur vollständigen Erblindung führt. Sie gilt als „seltene Erkrankung“,
betrifft aber allein in Deutschland 20.000 bis 30.000, weltweit rund drei Millionen
Menschen.
Über die Retina Implant AG
Die Retina Implant AG erforscht und entwickelt innovative Therapien und Hightech-Produkte für
Menschen, die an der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) leiden. Bereits erblindeten
Patienten kann das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS helfen, einen
Teil der Sehfähigkeit wieder zu gewinnen. Der Mikrochip besitzt das CE-Kennzeichen und wird
in spezialisierten RI Implantationszentren unter die Netzhaut implantiert (subretinal).
Für RP-Patienten mit ausreichendem Restsehvermögen bietet die Transkorneale Elektrostimulation
(TES Therapie) mit dem RI OkuStim® System die Chance, den Verlauf der RP-Erkrankung
zu verlangsamen.
Das Unternehmen mit Sitz in Reutlingen beschäftigt rund 45 Mitarbeiter und wird geleitet von
Reinhard Rubow (CEO und Vorstandssprecher), Jürgen Klein (Vorstand Marketing & Vertrieb)
und Dr. Alfred Stett (Vorstand Technologie).
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Pressekontakt:
Retina Implant AG
Volker Hiller
+ 49 71 21 3 64 03 - 282
volker.hiller@retina-implant.de
www.retina-implant.de
Twitter: https://twitter.com/retinaimplant?lang=de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/retina-implant-ag/
XING: https://www.xing.com/companies/retinaimplantag
Redaktion:
Zeeb Kommunikation GmbH
Anja Pätzold
+ 49 711-6070719
info@zeeb.info
Sehr geehrte Damen und Herren,
Usher Syndrom ist die häufigste Ursache für erblich bedingte Taubblindheit weltweit. Ca. 400.000 Menschen weltweit sind von dieser Erkrankung betroffen. Kinder mit Usher Syndrom werden entweder taub oder schwerhörig mit fortschreitendem Hörverlust sowie in einigen Fällen mit Gleichgewichtsstörungen geboren. Bereits im Kindes- oder Teenageralter manifestiert sich der Sehverlust durch die sogenannte Retinopathia pigmentosa (RP), welche zuerst durch Nachtblindheit und später durch Gesichtsfeldeinschränkung und Sehverlust bis hin zum Tunnelblick gekennzeichnet ist. Die meisten Menschen mit Usher Syndrom werden im Erwachsenenalter als blind eingestuft.
Es gibt zwar derzeit keine zugelassene Therapie für das Usher Syndrom, aber eine Reihe von vielversprechenden Thearpieoptionen befindet sich in Entwicklung und im Stadium klinischer Studien mit Patienten.
Leben mit Usher-Syndrom e.V. plant zusammen mit Prof. Uwe Wolfrum Institut für Molekulare Physiologie der Universität Mainz vom 19.-21. Juli 2018 ein Internationales wissenschaftliches Symposium zum Thema Usher-Syndrom/Taubblindheit.
Im Zuge eines zweitätigen wissenschaftlichen Symposium am 19.07.-20.07.2018 werden Expert/Innen aus den USA, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Spanien und Schweden teilnehmen,  die aktuell oder zukünftig aus einer grundlagenwissenschaftlichen oder klinischen Perspektive und mit einem besonderen Blick auf die Entwicklung von Therapieansätzen am Usher-Syndrom forschen.

Anschließend wird am 21.07.2018 ein internationales Patienten-Symposium stattfinden, um einen Wissenstransfer von der Wissenschaft und Forschung zu den Betroffenen, ihren Familien und Interessierten zu ermöglichen. Aufbauend auf den Übersichtsvorträgen sind weitere Fachvorträge zur aktuellen und zukünftigen Hilfsmittelversorgung, psychosozialen Aspekten und interdisziplinären Versorgungsfragen vorgesehen.
Hierzu werden erfahrene und etablierte Wissenschaftler die Vorträge des wissenschaftlichen Symposiums zusammenfassen und in laienverständlicher Form vortragen.

Höhepunkt des Patientensymposiums soll eine Podiumsdiskussion sein, die aktuelle Entwicklungen thematisiert und die verschiedenen Perspektiven von Fachleuten und Betroffenen mit dem Ziel zusammenbringen soll, einen Austausch zu schaffen.
Wichtig ist den Veranstaltern, dass möglichst allen Teilnehmern eine Teilnahme trotz der starken Einschränkungen durch die Taubblindheit ermöglicht wird. Es soll ohne Hindernisse eine Raum für den Dialog mit Fachleuten und untereinander geschaffen werden. Dazu wird eine Sprachübersetzung ins Deutsche, ebenso wie die eine Schrift- und Gebärdendolmetschung angeboten. FM-Anlagen werden in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
Das Programm ist unter http://www.ush2018.org/de/programm-patientensymposium
in deutscher Sprache hinterlegt.

Eine Anmeldung zum Symposium ist ab jetzt unter
https://converia.uni-mainz.de/frontend/index.php?sub=64 möglich.

Veranstaltungsort:
Das Atrium Hotel in Mainz: Ein 4-Sterne-Hotel in toller Lage mit Haupthaus und Nebengebäuden. Es liegt etwas außerhalb, ist aber mit dem ÖPV gut zu erreichen.
Eine Reihe an Übernachtungsmöglichkeiten sind unter http://www.ush2018.org/content/venue-accommodation aufgeführt und können über das Hotelbuchungssystem mit besonderen Rabatten für Teilnehmer des internationalen Symposiums unter


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Internetseite zu Diabetes und Sehverlust startet
Berlin, 22.2.2018
Die Initiative „Diabetes und Auge“ des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) stellt heute ihre Informationswebsite www.diabetes-und-augen.info der Öffentlichkeit vor.
Schätzungsweise 7 Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen, mehr als 1,3 Millionen weisen diabetesbedingte Schäden an der Netzhaut auf, ungefähr 2.000 erblinden jedes Jahr. Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen in Deutschland die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Da ein Mensch 80 Prozent seiner Umwelt mit den Augen wahrnimmt, verändert ein Sehverlust das Leben grundlegend. Angefangen von alltäglichen Handgriffen über das menschliche Miteinander bis hin zur Berufstätigkeit sind alle Bereiche des Lebens betroffen. Besonders gravierend für Menschen mit Diabetes: Das selbstständige Management des Blutzuckerspiegels ist nicht mehr wie bisher möglich. Hilfe, Informationen und kompetente Ansprechpartner werden von Betroffenen in dieser Situation dringend benötigt, um weiterhin ein selbstständiges und aktives Leben führen zu können.
Im Oktober 2016 stellte die Initiative „Diabetes und Auge“ des DBSV und der DDH-M ein Faltblatt mit Informationen zu Diabetes und Sehverlust zusammen und verteilte 50.000 Stück an Mitglieder der Diabetesberatungsberufe und an Menschen mit Diabetes. Das Faltblatt gab kompakte Informationen zu Prävention von diabetischen Augenerkrankungen und den Möglichkeiten von Rehabilitation nach Sehverlust. Aufgrund der großen Nachfrage entschlossen sich DBSV und DDH-M, die enthaltenen Informationen nun zu erweitern und auf einer Internetseite zu bündeln.
Unter dem Titel „Diabetische Netzhauterkrankungen – Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen“ gibt die Seite kompakt und laienverständlich Informationen dazu, wie mit Sehverlust und Diabetes weiterhin ein aktives und selbstständiges Leben möglich ist, welche Möglichkeiten für eine Rehabilitation nach Sehverlust es gibt und welche sozialrechtlichen Ansprüche bestehen können. Die Website ist ein Informationsangebot an die Mitglieder der Diabetesberatungsberufe, die Menschen mit Diabetes bei einem Sehverlust betreuen. Betroffene und deren Angehörige können diese Informationen in kompakter und laienverständlicher Form nachlesen und erhalten eine Sammlung von Beratungsangeboten und professionellen Ansprechpartnern zum Thema Sehverlust. Tipps zu einem guten Miteinander von sehenden und sehbehinderten Menschen und ergänzende Informationen zu Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Netzhauterkrankungen runden das Angebot ab.

Über die Initiative Diabetes und Auge von DBSV und DDH-M
DBSV und DDH-M haben im Jahr 2014 die Initiative „Diabetes und Auge“ gestartet. Ziel ist es, diabetische Netzhauterkrankungen zu vermeiden und Menschen mit Diabetes dazu zu ermutigen, regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Parallel soll die Lebenssituation von Betroffenen, bei denen ein Sehverlust eingetreten ist, verbessert werden. DBSV und DDH-M sind gemeinsam aktiv, um Patienten, Ärzte und Diabetesberaterinnen über die Möglichkeiten einer Rehabilitation nach Sehverlust durch Diabetes aufzuklären. Zudem werden die Hersteller von Medizinprodukten für die Notwendigkeit von barrierefrei bedienbaren Blutzuckermessgeräten etc. sensibilisiert. Die Initiative „Diabetes und Auge“ wird unterstützt von Bayer.
Die Informationswebsite „Diabetische Augenerkrankungen - Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen“ ist unter www.diabetes-und-augen.info zu erreichen.
Pressekontakt
Deutsche Diabetes-Hilfe –
Menschen mit Diabetes e. V.
Juliane Grützmann
Geschäftsführerin
Albrechtstr. 9
10117 Berlin
Tel.: (0176) 10 24 62 74
Fax: (030) 1 20 89 47 09
E-Mail: juliane.gruetzmann@ddh-m.de
Internet: www.menschen-mit-diabetes.de
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Volker Lenk
Pressesprecher
Rungestraße 19
10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-140
Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: v.lenk@dbsv.org
Internet: www.dbsv.org


Liebe Leserinnen und Leser,

der DBSV hat heute gemeinsam mit der Deutschen Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M) die Internetseite www.diabetes-und-augen.info gestartet. Lesen Sie dazu die folgende Pressemitteilung von heute:

Berlin, 22.2.2018. Schätzungsweise 7 Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen, mehr als 1,3 Millionen weisen diabetesbedingte Schäden an der Netzhaut auf, ungefähr 2.000 erblinden jedes Jahr. Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen in Deutschland die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Da ein Mensch 80 Prozent seiner Umwelt mit den Augen wahrnimmt, verändert ein Sehverlust das Leben grundlegend. Angefangen von alltäglichen Handgriffen über das menschliche Miteinander bis hin zur Berufstätigkeit sind alle Bereiche des Lebens betroffen. Besonders gravierend für Menschen mit Diabetes: Das selbstständige Management des Blutzuckerspiegels ist nicht mehr wie bisher möglich. Hilfe, Informationen und kompetente Ansprechpartner werden von Betroffenen in dieser Situation dringend benötigt, um weiterhin ein selbstständiges und aktives Leben führen zu können.

Im Oktober 2016 stellte die Initiative "Diabetes und Auge" des DBSV und der DDH-M ein Faltblatt mit Informationen zu Diabetes und Sehverlust zusammen und verteilte 50.000 Stück an Mitglieder der Diabetesberatungsberufe und an Menschen mit Diabetes. Das Faltblatt gab kompakte Informationen zu Prävention von diabetischen Augenerkrankungen und den Möglichkeiten von Rehabilitation nach Sehverlust. Aufgrund der großen Nachfrage entschlossen sich DBSV und DDH-M, die enthaltenen Informationen nun zu erweitern und auf einer Internetseite zu bündeln.

Unter dem Titel "Diabetische Netzhauterkrankungen - Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen" gibt die Seite kompakt und laienverständlich Informationen dazu, wie mit Sehverlust und Diabetes weiterhin ein aktives und selbstständiges Leben möglich ist, welche Möglichkeiten für eine Rehabilitation nach Sehverlust es gibt und welche sozialrechtlichen Ansprüche bestehen können. Die Website ist ein Informationsangebot an die Mitglieder der Diabetesberatungsberufe, die Menschen mit Diabetes bei einem Sehverlust betreuen. Betroffene und deren Angehörige können diese Informationen in kompakter und laienverständlicher Form nachlesen und erhalten eine Sammlung von Beratungsangeboten und professionellen Ansprechpartnern zum Thema Sehverlust. Tipps zu einem guten Miteinander von sehenden und sehbehinderten Menschen und ergänzende Informationen zu Ursachen, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Netzhauterkrankungen runden das Angebot ab.

Über die Initiative Diabetes und Auge von DBSV und DDH-M

DBSV und DDH-M haben im Jahr 2014 die Initiative "Diabetes und Auge" gestartet. Ziel ist es, diabetische Netzhauterkrankungen zu vermeiden und Menschen mit Diabetes dazu zu ermutigen, regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Parallel soll die Lebenssituation von Betroffenen, bei denen ein Sehverlust eingetreten ist, verbessert werden. DBSV und DDH-M sind gemeinsam aktiv, um Patienten, Ärzte und Diabetesberaterinnen über die Möglichkeiten einer Rehabilitation nach Sehverlust durch Diabetes aufzuklären. Zudem werden die Hersteller von Medizinprodukten für die Notwendigkeit von barrierefrei bedienbaren Blutzuckermessgeräten etc. sensibilisiert. Die Initiative "Diabetes und Auge" wird unterstützt von Bayer.

Die Informationswebsite "Diabetische Augenerkrankungen - Aktiv werden, Möglichkeiten nutzen" ist unter www.diabetes-und-augen.info zu erreichen. Haben Sie Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge? Johannes Egerer freut sich auf Ihre E-Mail an j.egerer@dbsv.org.


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Der Newsletter "dbsv-direkt" ist der Online-Informationsservice des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).

Redaktion:
Andreas Bethke (V.i.S.d.P.)
Irene Klein
Volker Lenk

Anschrift:
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) Rungestraße 19, 10179 Berlin
Tel.: (030) 28 53 87-0, Fax: (030) 28 53 87-200
E-Mail: mailto:info@dbsv.org
www.dbsv.org

Von: BBSB-Inform [mailto:bbsb-inform-bounces@lists.bbsb.org] Im Auftrag von BBSB-Inform
Gesendet: Freitag, 25. August 2017 17:09
An: bbsb-inform@lists.bbsb.org
Betreff: Kostenerstattung für subretinales Netzhautimplantat Alpha AMS - Vom Hören das Sehen lernen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kostenerstattung für subretinales Netzhautimplantat Alpha AMS Erfolgreiche NUB-Entgeltverhandlungen zwischen Krankenkassen und RI Implantationszentren Erneut haben sich mehrere Kliniken mit den regionalen Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auf ein NUB-Entgelt für das subretinale Netzhautimplantat Alpha AMS des Medizintechnik-Unternehmens Retina Implant AG im Rahmen der "Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB)"
geeinigt. Für Patienten mit der unheilbaren Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) im Spätstadium heißt das, dass sie in spezialisierten RI Implantationszentren in Dresden, Kiel, Stuttgart, Tübingen sowie weiteren Kliniken behandelt werden können und die Krankenkassen die Methode grundsätzlich anerkennen.

Das NUB-Verfahren soll die Einführung von Innovationen im Gesundheitswesen in Deutschland fördern, denn diese "Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden" können nicht über das Fallpauschalen-System abgerechnet werden. Die Erstattung von NUB muss jährlich bis Ende Oktober des vorhergehenden Jahres beim "Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus"
(InEK) durch die Kliniken beantragt werden. Die RI Implantationszentren erhielten vom InEK Anfang des Jahres die Status 1- Mitteilung und durften daraufhin mit den regionalen Kostenträgern die NUB-Entgelte vereinbaren.
Diese Verhandlungen wurden nun erfolgreich abgeschlossen und ein wichtiger Schritt im NUB-Verfahren in Bezug auf Kostenübernahme der Methode durch die GKV wurde damit erreicht.

RI Implantationszentren in Deutschland
Das Städtische Klinikum Dresden-Friedrichstadt, die Universitätsaugenklinik Kiel, die Universitätsaugenklinik Tübingen, das Katharinenhospital Stuttgart sowie weitere Kliniken sind zertifizierte RI Implantationszentren mit jeweils sehr erfahrenen Netzhautchirurgen. Sie haben sich mit regionalen Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland über die Höhe eines NUB-Entgelts geeinigt und können auf dieser Grundlage das subretinale Netzhautimplantat Alpha AMS für Patienten mit RP im Spätstadium grundsätzlich implantieren und erhalten eine Kostenerstattung.

Eine Erfindung aus Deutschland für die ganze Welt Erbliche Netzhauterkrankungen, wie beispielsweise Retinitis pigmentosa, sind unheilbar und führen im Endstadium meist zur vollständigen Erblindung. Sie gehören zwar zu den seltenen Erkrankungen, aber allein in Deutschland sind über 30.000 Menschen davon betroffen. Das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS kann Blinden, die an Retinitis pigmentosa erkrankt sind, einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben. Das heißt, Patienten können beispielsweise Lichtquellen wahrnehmen. Das Reutlinger Medizintechnik-Unternehmen Retina Implant AG entwickelt und vertreibt das Implantat, das 2016 die CE-Kennzeichnung erhielt.


Vom Hören das Sehen lernen: Subretinale elektronische Sehprothesen Seit Mitte der Neunziger Jahre arbeiten Forscher an der Wiederherstellung des Sehens - aufbauend auf den Erfolgen bei der Wiederherstellung des Hörsinns mit dem Cochlea Implantat. Da das Subsystem sehr viel komplizierter aufgebaut ist, sind erste nennenswerte Erfolge erst seit wenigen Jahren zu verzeichnen, vor allem dank eines Seh-Chips, der unter der Netzhaut implantiert wird.

Obwohl auch andere Orte im Gehirn in Frage kämen, einen Seheindruck für den erblindeten Patienten zu ermöglichen (z.B. Sehnerv, Sehrinde), werden den netzhautgestützten Systemen die meisten Chancen für einen Erfolg eingeräumt.
So sind auch die Versuche mit Implantaten am weitesten fortgeschritten, die eine Ankoppelung im Bereich der Netz¬haut (Retina) ermöglichen.

Hier gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Arten, nämlich das epiretinale und das subretinale Implantat, welche von der jeweiligen Seite der Netzhaut aus (epi- = auf der Netzhaut, sub- = unter der Netzhaut) versuchen, diese elektronisch zu stimulieren. Anwendung finden solche Implantate bei soge-nannten degenerativen Netzhauterkrankungen, bei denen typischerweise die äußere Netzhautschicht der Photorezepto¬ren abstirbt, die inneren Schichten der Nervenverschaltung und die nachrangige Sehbahn bis zum Gehirn allerdings noch intakt sind.

Hilfe bei Nachtblindheit und Tunnelblick In den Photorezeptoren wird das einfallende Licht in elektri¬sche Impulse umgewandelt. Fehlt diese Schicht komplett, ist das Auge faktisch blind. Eine typische Erkrankung ist die Re¬tinopathia pigmentosa, bei der im Verlauf des Lebens die Photorezeptorenschicht immer weiter abstirbt und viele Pati¬enten schließlich auch erblinden. Im Volksmund kennt man diese erblich bedingte Erkrankung auch als Nachtblindheit oder Tunnelblick. Gerade erblindete Patienten mit dieser Er¬krankung sind hauptsächlich geeignet für die Implantation eines Seh-Chips, dessen Aufgabe es also primär ist, die Photo¬rezeptorenschicht elektronisch zu ersetzen.

Das epiretinale Implantat wird über den Glaskörperraum des Auges an der Oberfläche der Netzhaut verankert. Es emp¬fängt seine Signale für die Netzhautstimulation von einem Infrarot-Receiver, der in einer Kunstlinse eingesetzt ein Videobild über eine Kamera in der Brille empfängt und dies an die inneren Schichten der Netzhaut weiterleitet. Beim subretinalen Implantat unter der Netzhaut hingegen werden die Photorezeptoren direkt ersetzt und der Stimulus für die Nutzung der Netzhaut entsteht direkt über das in das Auge fallende Licht.

Stimuliert werden bei beiden Verfahren die bei der Retinopathie eben noch verbliebenen Nervenzellen in den inneren Netzhautschichten, über das Sehsignal via Sehnerven an das Gehirn weitergeben wird. Somit wird die natürliche Weiterleitung im Sehsinn bei diesem Ansatz uneingeschränkt genutzt, da das restliche Sehsystem jenseits der Photorezeptoren ja intakt ist.

Weil die Netzhaut aber mit ausreichend Energie stimuliert werden muss, wurde das Konzept eines aktiven subretinalen Netzhautimplantates entwickelt, das prinzipiell aus der Mikrophotodiodenarray besteht (der Sehchip im Auge), wel¬ches zusätzliche Energie von außen zugeführt bekommt. Dies erfordert eine sogenannte transchoroidale Implantation durch die Leder- und Aderhaut des Auges hindurch, weshalb eine völlig neue Operationsmethode entwickelt werden musste. Die Entwicklung eines sicheren transchoroidalen Zugangs war die Voraussetzung für den Erfolg einer subreti¬nalen Stimulation mit chronisch implantierbaren Seh-Chips.

Relativ komplikationsfreie OP
Von technischer Seite her bietet die subretinale Technik ge¬genüber der epiretinalen Technik zwei entscheidende Vortei¬le: die Auflösung des Chips mit ca. 1600 Mikroelektroden ist deutlich höher als beim epiretinalen Chip mit nur ca. 60 Elektroden. Zusätzlich kann die Augenbewegung physiolo¬gisch genutzt werden, da das Bild direkt auf die Netzhaut pro¬jiziert wird und nicht wie beim epiretinalen Implantat über eine Videobrille, bei der das Bild von den Kopfbewegungen abhängt, nicht aber von den Augenbewegungen.
Zusätzlich muss man bei der Dauerstimulierung der Netzhaut durch das Videosignal mit einem gewissen "Auswaschphänomen" rechnen, bei dem die Canglienzellen ermüden und keine wei-teren substantiellen Reize weiterleiten.
Dem potentiellen Vorteil des subretinalen Implantates steht die sehr aufwendige und schwierige OP-Methode gegenüber, die bei der epiretinalen Implantation auf die Netzhautober¬fläche vermeintlich einfacher bewerkstelligt werden kann.
Mittlerweile wurde etwa 50 Patienten mit einem subretina¬len Chip in wenigen Zentren seit 2005 weltweit implantiert. Das OP-Verfahren, das in Regensburg von der Arbeitsgruppe von PD Helmut Sachs entwickelt wurde, ermöglichte die ers¬ten Implantationen, die in Tübingen an Patienten durchge¬führt wurden, wo das Projekt von Prof. Hans-Peter Zrenner koordiniert wurde. Auch die ersten klinischen Tests erfolgten dort. Die OP-Teams aus Regensburg und Tübingen konnten somit erstmals einen subretinalen Chip platzieren, der über ein unter der Haut verlegtes Kabel mit Energie versorgt wur¬de. Das Kabel endet hinter dem Ohr unter der Haut und gleicht - was den Empfänger für die Energieversorgung anbe¬langt - dem Cochlea Implantat.

In Regensburg entwickelte OP-Methode
Die in Regensburg entwickelte und erprobte Implantations¬methode konnte, obgleich sie sehr komplex ist, relativ kom¬plikationsfrei auf den Menschen übertragen werden.
Es zeigten sich bislang keine beachtenswerten Komplikatio¬nen, die über das Spektrum der Komplikationen normaler Augenoperationen hinausgehen.
Mittlerweile ist es den Technikern auch gelungen, die Haltbarkeit des Implantates deutlich zu verlängern, was zusammen mit einer möglichen Auswechselbarkeit des Implantates bei einer Reimplantation eine langfristige Versorgung ermöglichen könnte.
Bei den erreichbaren Seheindrücken handelt es sich bislang um Wahrnehmungen, die dem Patienten lebenspraktische Hilfen vermitteln sollen und eine Orientierung ermöglichen (beispielsweise Erkennen von Fenstern im Raum oder von Objekten, im besten Falle auch das Erkennen von großen Buch¬staben, wenn ein hoher Kontrast gewährleistet ist).
Mit diesem Implantat wurde weltweit erstmalig eindeutig die Möglichkeit einer subretinalen Stimulation der Netzhaut an degenerierten Netzhäuten nachgewiesen und gezeigt, dass ein gewisses Restsehvermögen nach Erblindung wieder herstellbar ist. Der Vorteil eines subretinalen Implantates liegt darin, dass - wie oben beschrieben - keine Kamera erfor¬derlich ist, die erst das Bild aufnimmt, sondern dass sozusa¬gen das Auge selbst sieht.

Damit ist es beim subretinalen Chip im Gegensatz zum epire¬tinalen Implantat möglich, dort Objekte zu sehen, wo sie tat¬sächlich sind. Für die Entwicklung und Weiterentwicklung des Implantats zeichnet die Firma Retina Implant aus Reut¬lingen verantwortlich, die nach Abschluss der öffentlichen Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gegründet wurde.
Die Zusammenarbeit mit Patientenselbsthilfegruppen wie Pro Retina und deren Förderung erwiesen sich als sehr hilf¬reich. In Deutschland wurden bisher in Tübingen, Dresden, Hannover, Kiel und Würzburg Implantationen durchgeführt.
Die Implantate können heute außerhalb von Studien klinisch im Rahmen sogenannter NUB-Anträge (Neue Untersuchungs-¬und Behandlungsmethoden) eingesetzt werden und haben damit den Weg in die klinische Routineversorgung angetre¬ten.

Entnommen aus der  Zeitschrift Die Schnecke.
Die Schnecke ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) herausgegeben wird.

Die Zeitschrift Schnecke agiert als gemeinnützige GmbH. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten.
Darüber hinaus informiert die Schnecke ihre Leser über die Themen Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, CI-Prozessoren, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel.
Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und ihre Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten.

Die Leser der Schnecke sind hörgeschädigte Menschen und ihre Angehörigen sowie Fachleute aus den Bereichen HNO, Hörgeräteakustik, Pädagogik und Logopädie. Zum Leserkreis gehören auch Mitglieder verschiedener Selbsthilfeorganisationen auf nationaler wie regionaler Ebene.
Die Fachpublikation vermittelt Menschen mit Hörbehinderung und ihren Familien sowie Fachleuten zuverlässige Informationen, veröffentlicht eine Vielzahl von Veranstaltungsterminen rund ums Hören und präsentiert in jeder Ausgabe Kontaktdaten der Selbsthilfegruppen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien sowie Luxemburg.

Die Schnecke erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von
5.500 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Senden  bei Ulm; Chefredakteur ist Uwe Knüpfer.

Herausgeber: Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.
Geschäftsführer: Dr. Roland Zeh
Hauptstraße 43
D-89250 Senden
Telefon: 0 73 07 - 9 25 71 76
Fax: 0 73 07 - 9 25 74 75
Mailto:uwe.knuepfer@redaktion-schnecke.de
Internet:www.schnecke-online.de

Von: BBSB-Inform [mailto:bbsb-inform-bounces@lists.bbsb.org] Im Auftrag von BBSB-Inform
Gesendet: Montag, 8. Mai 2017 05:53
An: bbsb-inform@lists.bbsb.org
Betreff: Kann ein Radar den Blindenführhund oder den Blindenlangstock ersetzen?


Sehr geehrte Damen und Herren,

wieder hat sich ein Forscher- und Expertenteam auf den Weg gemacht, uns bei der Orientierung bestmöglich zu unterstützen. Lesen sie dazu einen Artikel aus der Zeitschrift Schnecke Nr. 95.
Die Schnecke ist die Zeitschrift der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG). Mehr zur Schnecke lesen sie nach dem Artikel.


Bis heute orientieren sich Blinde und Sehbehinderte mit Hilfen wie Blindenhund und Blindenstock. Das Forschungsprojekt RaVis-3D will blinde Menschen mit einem Radarsystem ausstatten, das sie perTonsignal auf Hindernisse aufmerksam macht.

So soll es funktionieren: Mit spezieller Technik am Kopf oder Körper wird die Umgebung per Radar erfasst. Anschließend wird die Umge¬bung in Echtzeit in Audiosignale übersetzt, in eine sogenannte 3D- Audioumgebung, die dem Nutzer über ein Hörgerät dargestellt wird.
Die Technik soll es dem Nutzer möglich machen, Hindernisse zu erkennen, Entfernungen einzuschätzen und sich verhältnismä¬ßig natürlich in der Umgebung zu bewegen. Hindernisse und Bewegungen werden durch Audiosignale mit unterschiedlichen Merkmalen wie Tonhöhe oder Lautstärke dargestellt. Um die 3D- Audioumgebung nutzbar zu machen, ist ein sehr kleines, aber schnelles Rechensystem notwendig, das die Radardaten in Echt¬zeit verarbeitet und das Bewegungen des Nutzers und Drehungen des Kopfes mit einberechnet, um ein frei rotierendes 3D-Umfeld zu erzeugen und über das Hörgerät auszugeben.

Leiter des Projekts, das im Juli 2016 gestartet ist, ist die Kampmann Hörsysteme GmbH. Unterstützt wird das Unternehmen, das dafür neben seinem Standort in Essen derzeit ein weiteres Gebäude auf dem Bochumer Gesundheitscampus errichtet, unter anderem von drei Elektrotechnik-Lehrstühlen der Ruhr-Universität sowie vom Bochumer Institut für Technologie und der SNAP GmbH. Die SNAP ist insbesondere dafür zuständig, die entwickelte Technik möglichst einfach benutzbar zu machen.
Hier geht es darum, sinnvolle Reize zu setzen, ohne den Nutzer zu überfordern. Beispielsweise ist offen, ob Audiosignale über ein Hörgerät für die Orientierung ausreichen, oder ob taktile Signale - also ein kurzes „Antippen" eines Gerätes auf der Haut - eine zu¬sätzliche Hilfestellung sein kann.

Die SNAP GmbH mit Sitz im BioMedizinZentrum Bochum ist ein Spezialist im Bereich der Benutzerfreundlichkeit bei Assistenzsystemen für Behin¬derte und wurde 2010 mit Unterstützung der Stadt Bochum ins Leben gerufen.
Zusätzlich wird das Projekt durch die assoziierten Partner Dräger &. Lienert Informationsmanagement GbR aus Marburg, das Berufsförderungswerk Halle
(Saale) und die CN Hearing GmbH begleitet, die jeweils ihre Expertise in das Projekt einbringen. Das Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Marc Otten, Bochumer Institut für Technologie


Die Schnecke ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft (DCIG) herausgegeben wird.

Die Zeitschrift Schnecke agiert als gemeinnützige GmbH. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten.
Darüber hinaus informiert die Schnecke ihre Leser über die Themen Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, CI-Prozessoren, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel.
Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und ihre Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten.

Die Leser der Schnecke sind hörgeschädigte Menschen und ihre Angehörigen sowie Fachleute aus den Bereichen HNO, Hörgeräteakustik, Pädagogik und Logopädie. Zum Leserkreis gehören auch Mitglieder verschiedener Selbsthilfeorganisationen auf nationaler wie regionaler Ebene.
Die Fachpublikation vermittelt Menschen mit Hörbehinderung und ihren Familien sowie Fachleuten zuverlässige Informationen, veröffentlicht eine Vielzahl von Veranstaltungsterminen rund ums Hören und präsentiert in jeder Ausgabe Kontaktdaten der Selbsthilfegruppen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Italien sowie Luxemburg.

Die Schnecke erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von
5.500 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Senden  bei Ulm; Chefredakteur ist Uwe Knüpfer.

Herausgeber: Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.
Geschäftsführer: Dr. Roland Zeh
Hauptstraße 43
D-89250 Senden
Telefon: 0 73 07 - 9 25 71 76
Fax: 0 73 07 - 9 25 74 75
Mailto:uwe.knuepfer@redaktion-schnecke.de
Internet:www.schnecke-online.de

Von: BBSB-Inform [mailto:bbsb-inform-bounces@lists.bbsb.org] Im Auftrag von BBSB-Inform
Gesendet: Montag, 29. Februar 2016 06:33
An: bbsb-inform@lists.bbsb.org
Betreff: Medizinische Reha kann ab April jeder Arzt verordnen
Ab April wird das bisherige zweistufige Antragsverfahren für medizinische Reha vereinfacht Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Verordnung von medizinischer Rehabilitation wird in Zukunft deutlich einfacher. Das viel kritisierte zweistufige Antragsverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung wird abgeschafft. Die Änderungen treten zum 1. April 2016 in Kraft. Dann können Ärzte medizinische Rehabilitationsleistungen direkt auf einem Formular verordnen. Bisher mussten sie auf einem extra Formular vor der eigentlichen Verordnung prüfen lassen, ob die gesetzliche Krankenversicherung leistungsrechtlich zuständig ist. Diese Prüfung ist dann nicht mehr vorgeschrieben.
Zudem kann künftig jeder Arzt eine medizinische Reha verordnen. Bisher durften das nur jene Mediziner, die über eine rehabilitationsmedizinische Qualifikation und damit eine extra Genehmigung verfügten. Für Patienten ist dies eine Verbesserung, denn sie können die Reha nun auch von ihrem Hausarzt verordnet bekommen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die entsprechend überarbeitete Reha-Richtlinie beschlossen. Der G-BA, in dem der Sozialverband VdK als Patientenvertretung mit berät, ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV erstattet werden.
Quelle Sozialverband VdK Deutschland
Von: BBSB-Inform [mailto:bbsb-inform-bounces@lists.bbsb.org] Im Auftrag von BBSB-Inform
Gesendet: Dienstag, 14. Juni 2016 09:00
An: bbsb-inform@lists.bbsb.org
Betreff: Körperschutztechniken: So schützen sie sich vor Verletzungen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Heute haben wir für sie ein Update zu Körperschutztechniken.
Annette Wohlfromm, Rehafachkraft beim BBSB informiert sie.
In einer fremden Umgebung ist es wichtig, seinen Körper vor unliebsamen und schmerzhaften Begegnungen wie z.B. mit offen stehenden Türen, Tischkanten, Ästen, Lampen, Pfosten, Stuhllehnen. zu schützen. Ich bin sicher, dass einige von Ihnen diese schmerzhaften Erfahrungen bereits gemacht haben.
Wer hier ohne Blessuren und blaue Flecken davonkommen möchte, sollte sich diese Körperschutztechniken von einer Rehafachkraft zeigen lassen.
Ich bin sicher, dass einige von Ihnen diese Erfahrungen bereits gemacht haben.
Es gibt drei Bereiche die durch eine bestimmte Armhaltung abgedeckt werden:
Der Oberkörper, der Unterkörper und das Gesicht.
Oberkörperschutz:
Um sich vor hohen senkrechten Hindernissen, die sich im Raum oder im Freien befinden (offene Türen, Schilder,.) zu schützen, wendet man den Oberkörperschutz an. Dazu winkelt er einen Arm so an, dass der Unterarm waagerecht zum Körper in Brust- bis Schulterhöhe gehalten werden kann. Ober- und Unterarm bilden einen stumpfen Winkel. Die Finger sollen etwas über die Körperseite herausragen und locker gebeugt sein. Der Handballen zeigt dabei nach vorn und stellt die äußere Begrenzung in Gehrichtung dar. Der Abstand der Hand zum Körper soll 20-30cm betragen, so dass eine ausreichende Pufferzone bei Hindernissen vorhanden ist.
Unterkörperschutz:
Soll der Unterkörper z.B. vor halbhohen Pfosten, Stuhllehnen u.a. geschützt werden, nimmt man seinen locker ausgestreckten Arm zur Körpermitte. Die Finger zeigen dabei nach unten und der Handrücken in Gehrichtung. Auch hier soll der Abstand zwischen Hand und Unterleib 20-30 cm betragen.
Gesichtsschutz:
Soll der Kopfbereich geschützt werden, was bei allen Beugungen nach vorn und zurück erforderlich ist z.B. Platz nehmen, Suchtechniken u.a. bzw. sind Hindernisse in Kopfhöhe zu erwarten z.B. Lampen, Schilder, Äste u.a. so wendet man den Gesichtsschutz an. Dazu führt er den Rücken der Handwurzel zur Nase, die Finger zeigen nach oben und sind locker gespreizt. Der Handballen ist in Gehrichtung gestreckt und bildet die äußere Begrenzung nach vor. Auch hierbei soll der Abstand zum Kopf 20-30 cm betragen.
Die Kombination zweier Körperschutztechniken ist bei Bedarf möglich.
Besonders wichtig erscheint mir, diese Techniken mit einer Rehafachkraft einzuüben, um Haltung richtig und sicher anzuwenden.
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