... die Arbeit - Blindenverband ASZ

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An: Aktuelle Informationen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV)
Betreff: [dbsv-direkt] Nr. 03-18 Bundesverwaltungsgericht hat entschieden - Ein Meilenstein für den Anspruch auf Arbeitsassistenz

Liebe Leserinnen und Leser,

hat ein behinderter Mensch einen echten Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz oder handelt es sich dabei um eine Leistung, die im Ermessen der Integrationsämter steht? Mit dieser Frage hat sich das Bundesverwaltungsgericht beschäftigt - und eine Entscheidung getroffen, die als Meilenstein betrachtet werden kann.

Der konkrete Fall: Ein blinder Mann hatte als Beamter gearbeitet, sich dann aber für eine selbstständige Tätigkeit entschieden. Die dafür notwendige Arbeitsassistenz wurde ihm vom Integrationsamt in Schleswig-Holstein verweigert. Die Entscheidung wurde in zwei Instanzen bestätigt, so dass der Fall vor dem Bundesverwaltungsgericht landete. Dieses hat nun im Sinne des Klägers entschieden (https://www.bverwg.de/pm/2018/1).

Dr. Michael Richter von der rbm gGmbH, der Rechtsberatungsgesellschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV), hat den Kläger vor dem Bundesverwaltungsgericht vertreten. Er kommentiert die Entscheidung wie folgt: "Das ist ein Meilenstein! Die Entscheidung bedeutet mehr Flexibilität und Wahlfreiheit für behinderte Berufstätige. Der Pressemitteilung des Gerichtes ist zu entnehmen, dass die sehr restriktive Praxis der Integrationsämter bei der Bewilligung von Arbeitsassistenz nicht der geltenden Rechtslage entspricht. Für besonders bemerkenswert halte ich die Feststellung, dass der Anspruch auf Arbeitsassistenz nicht nur der Vermeidung von Arbeitslosigkeit von Menschen mit einer Behinderung dient, sondern auch zur Chancengleichheit dieses Personenkreises auf dem Arbeitsmarkt beitragen soll. Das ist eine ganz neue Herangehensweise, die dem Gedanken der Behindertenrechtskonvention entspricht und weitreichende Konsequenzen haben kann."


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Der Newsletter "dbsv-direkt" ist der Online-Informationsservice des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).

4. Stellenausschreibung DBSV Referent/ -in für internationale Zusammenarbeit

„Der DBSV sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Referenten / eine Referentin für internationale Zusammenarbeit:

Für das Team unserer Geschäftsstelle in Berlin-Mitte suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Verstärkung. Als Referent/-in für internationale Zusammenarbeit sind Sie direkt der Geschäftsführung unterstellt. An der Schnittstelle von deutschen Organisationen und internationalen Gremien koordinieren Sie die Arbeit des DBSV und vertreten die Interessen des Verbandes.

Aufgabenschwerpunkte sind:
- Zusammenarbeit mit den Gremien der Europäischen Blindenunion (EBU) und der Weltblindenunion (WBU)
- aktive Mitarbeit in der EBU-Verbindungskommission zur Europäischen Union
(EU)
- Koordinierung von politischen Kampagnen der EBU im Zusammenhang mit EU-Gesetzgebungsverfahren sowie Analyse und Aufbereitung von EU-Gesetzesinitiativen
- Unterstützung der deutschen EBU-Präsidentschaft
- Kontaktpflege zum EBU-Büro und Verfassen von Artikeln für den "EBU Newsletter"
- Aufbereitung von Informationen zu EU-relevanten Entwicklungen für die "Fördergemeinschaft internationale Arbeit" des DBSV
- Organisation, Durchführung und Auswertung von Sitzungen des "Europa-Forums"
- Vertretung des DBSV und Mitwirkung in relevanten Organisationen außerhalb des Blinden- und Sehbehindertenwesens
- Leitung/Management von EU-Projekten und weiteren wissenschaftlichen Projekten
- Bearbeitung von Projektanträgen im Bereich Entwicklungshilfe

Wir erwarten:
- Berufserfahrung, idealerweise in den Bereichen Politik, Administration,
Gremien- oder Verbandsarbeit
- fundierte Kenntnisse der EU-Institutionen sowie der europäischen Gesetzgebungsverfahren
- Kenntnisse des Blinden- und Sehbehindertenwesens, idealerweise aus eigener Betroffenheit
- breites Allgemeinwissen
- analytisches und strategisches Denken
- organisatorisches Geschick
- Flexibilität, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und Engagement

Dafür bieten wir:
- ein festes, unbefristetes Anstellungsverhältnis (Vollzeit)
- ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches und ausbaufähiges Aufgabengebiet
- einen modernen Verband mit attraktivem Standort in Berlin-Mitte
- eine leistungsgerechte Bezahlung

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung senden Sie bitte ausschließlich per E-Mail bis zum 31.
Oktober 2017 an: geschaeftsfuehrung@dbsv.org

Der Ausschreibungstext ist auch auf der Webseite des DBSV zu finden:
www.dbsv.org/stellenausschreibung-internationales.html“

(Quelle: dbsv-direkt Nr. 34-17, Irene Klein, DBSV)

Berufsbegleitende Weiterbildungen in LPF, O&M, LV – ein neues Qualifizierungsangebot

Berufsbegleitende Weiterbildungen bieten Berufstätigen die Möglichkeit der Qualifizierung oder Spezialisierung, ohne dass man für eine längere Zeit aus dem „Job“ aussteigen oder gar kündigen muss.
Im Spezialgebiet der Rehabilitation für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung haben die etablierten Experten aus Österreich (A), der Schweiz (CH) und aus Deutschland (D) ein neues gemeinsam abgestimmtes berufsbegleitendes Qualifizierungskonzept für die Rehabilitationsfelder lebenspraktische Fähigkeiten (LPF), Orientierung und Mobilität (O&M) und Low Vision (LV) entwickelt.
Erklärtes Ziel war es, den Einrichtungsleitern eine Alternative zu den bestehenden Vollzeitausbildungen zu bieten und einen gemeinsamen Standard für die rehabilitative Förderung und Versorgung zu erarbeiten.
In Fachgruppen für das Grundlagenmodul und für die Spezialisierungen in LPF, O&M und LV wurden Inhalte, Rahmenbedingungen und von den Teilnehmern zu erfüllende Zugangsvoraussetzungen diskutiert und definiert und modulartige Angebotsformen konzipiert. Grundlagenmodule werden länderspezifisch und regelmäßig angeboten.
Ansprechpartner dafür sind:
• in Österreich, Herr Gottfried Hauser (bildungsplattform@odilien.at)
• in der Schweiz, Frau Gerda Frischknecht (bildung@szb.ch)
• in Deutschland, Frau Dr. Sabine Lauber-Pohle (sabine.lauber-pohle@Staff.Uni-Marburg.de).
Auch die Vergabe der Plätze für die Spezialisierungen in LPF und O&M für die Weiterbildungen 2019/2020 sieht vor, dass für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den beteiligten Ländern bis zum 31.10.2017 verabredete Kontingente (CH= 3 Plätze, A= 2 Plätze und D= 4 Plätze) reserviert sind. Nach Ablauf der Frist erfolgt eine freie Vergabe nach Eingangsdatum der Bewerbungen.
Um die konzeptionelle Weiterentwicklung zu fördern, werden 2019/20 alle drei Angebote von den gleichen Anbietern durchgeführt.
Interessenten wenden sich, je nach Schwerpunkt von Fragen und Bewerbungen bitte an die folgenden Adressen:
• Fragen zur Anerkennung von Vorleistungen für das Grundlagenmodul:
Odilien-Institut, Bildungsplattform, Leonhardstraße 130, A - 8010 Graz, Telefon +43 (0) 650 3226066, bildungsplattform@odilien.at, www.bildungsplattform.info
• Fragen und Bewerbungen für die Spezialisierung in Low Vision: Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen (SZB), Schützengasse 4, CH - 9001 St. Gallen, Telefon +41 (0) 71 2233636, bildung@szb.ch, www.szb.ch/angebot/weiterbildung.html
• Fragen und Bewerbungen für die Spezialisierung in O&M:
Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter e.V. (IRIS), Marschnerstraße 26, D - 22081 Hamburg, Telefon +49 (0) 40 2293026, info@iris-hamburg.org, http://www.iris-hamburg.org/rehabilitationsfachkraft.html
• Fragen und Bewerbungen für die Spezialisierung in LPF:
Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Postfach 11 60, D - 35001 Marburg, Telefon +49 (0) 6421 606173, lpf.weiterbildung@blista.de, www.blista.de/reha-fachkraft
• Fragen und Bewerbungen für die Vollzeitausbildung (nächster Beginn: 02.01.2018) an der Staatlich anerkannten Fachschule für Fachkräfte der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation: blista, Telefon +49 (0) 6421 606173, reha-fachschule@blista.de, www.blista.de/reha-fachkraft
• Fragen und Bewerbungen für Vollzeitausbildungen in O&M und/oder LPF: IRIS, Telefon +49 (0) 40 2293026, info@iris-hamburg.org, http://www.iris-hamburg.org/rehabilitationslehrer.html
Im Zusammenhang mit den neuen Weiterbildungsangeboten möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass insbesondere in Deutschland zahlreiche Rehabilitationsfachkräfte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen werden. Dies betrifft sowohl die Facheinrichtungen wie auch das freiberufliche Arbeitsfeld.
Wenn keine in der gewohnten Qualität ausgebildeten Mitarbeiter nachfolgen, verlieren wir in den Aufgabenbereichen Bildung, Ausbildung, Beruf und Rehabilitation für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung in kurzer Zeit einen wesentlichen Profilbaustein. Die Legitimation unserer spezifischen Angebote könnten teilweise in Frage gestellt werden.
Marburg, August 2017
Jürgen Nagel (blista) für D – A – CH

Rehafachkräfte werden dringend benötigt –
Jetzt für die Ausbildung anmelden!

Mit diesem Schreiben möchten wir auf den Ausbildungsbeginn der Weiterbildung zur „Staatlich anerkannten Fachkraft der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation“ am 02. Januar 2018 aufmerksam machen. Das Bewerbungsverfahren läuft, es gibt noch freie Plätze. Interessenten sollten sich daher baldmöglichst melden!
Informationen zu der 1 ½-jährigen staatlich anerkannten Qualifikation für beide Reha-Felder Orientierung & Mobilität (O&M) und Lebenspraktische Fertigkeiten (LPF) in Vollzeit, erhalten Sie
im Internet unter: www.blista.de/reha-fachkraft
per E-Mail unter reha-fachschule@blista.de
telefonisch unter: 06421 606-332.

Ihr persönlicher Ansprechpartner ist:
Dr. Werner Hecker
Stellvertretender Leiter der Rehabilitationseinrichtung der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista)
Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)
Vorsitzender: Claus Duncker
stellv. Vorsitzender: Jürgen Nagel
Verwaltungsratsvorsitzender: Bernd Höhmann
Vereinsregister: Marburg 16 VR 712
Postfach 1160, 35001 Marburg
Am Schlag 2-12, 35037 Marburg
Tel.: 06421 606-0
Fax: 06421 606-259
E-Mail: info@blista.de
Internet: www.blista.de
Spendenkonto:
Commerzbank AG, Marburg
IBAN: DE65 5334 0024 0391 2755 00
SWIFT-BIC: COBADEFFXXX
USt.-ID: DE 11334 7566
Die Gestaltung dieses Briefpapieres erfolgt nach Grundsätzen der Barrierefreiheit.

DBSV Rundschreiben
Ausbildung zu Rehabilitationsfachkräften für blinde und sehbehinderte Menschen
Sehr geehrte Damen und Herren,
Fachkräfte für Orientierung und Mobilität (O&M), lebenspraktische Fähigkeiten (LPF) so-wie Low Vision (LV) werden dringend benötigt, um auch in Zukunft die Rehabilitation blinder und sehbehinderter Menschen zu sichern. Mit diesem Rundschreiben machen wir Sie daher auf die Angebote der Einrichtungen aufmerksam, die Vollzeit- und berufsbegleitende Weiterbildungen für Rehafachkräfte anbieten.
- Anlage 1: Informationen zur Weiterbildung zur „Staatlich anerkannten Fachkraft der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation“ der Deutschen Blindenstudienanstalt (Blista) – beginnend am 02.01.2018
- Anlage 2: Informationen über die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote im Bereich O&M, LPF und LV
Wir bitten Sie, diese Angebote in ihrer Organisation bekannt zu machen und sie an Interessenten weiterzuleiten. Bei Interesse oder Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige Ausbildungsstätte.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Christiane Möller (Rechtsreferentin)

Von: BBSB-Inform [mailto:bbsb-inform-bounces@lists.bbsb.org] Im Auftrag von BBSB-Inform
Gesendet: Freitag, 21. Juli 2017 04:59
An: bbsb-inform@lists.bbsb.org
Betreff: Förderfinder-App online - Wer fördert die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung? Seminar Altern und Blindheit der Gruppe Ruhestand des DVBS im AURA-HOTEL Saulgrub vom 30.9. bis 7.10.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Förderfinder-App online - Wer fördert die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung?
REHADAT hat die erste App zur Suche nach Fördermöglichkeiten für die berufliche Teilhabe von (schwer)behinderten Menschen in Deutschland veröffentlicht. Arbeitgeber, Berater und Betroffene können nach bundesweiter Regelförderung oder nach Sonderförderprogrammen der Länder suchen – bis jetzt sind über 50 verschiedene Fördermöglichkeiten vorhanden.

Der Nutzer kann die Suche individuell gestalten und erfährt in der Detailansicht mehr über Zielgruppe, genaue Inhalte, Laufzeit und Umfang der Förderung. Außerdem bekommt er nützliche Links zu Ansprechpartnern oder direkt zum jeweiligen Programm. Ein umfangreiches Lexikon der beruflichen Teilhabe ergänzt die barrierefreie App.

Zum Hintergrund: Die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt soll in Deutschland weiter erhöht werden.
Deswegen wird die Ausbildung, Einstellung und Weiterbeschäftigung von behinderten, schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen gefördert. Es gibt Förderungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Form von finanziellen Zuschüssen, Darlehen und Prämien. Darüber hinaus erhalten Arbeitgeber und Arbeitnehmer umfangreiche kostenfreie Beratung oder Coachings durch Integrationsberater bei den Kammern, der Rehabilitationsträger, der Integrationsämter und Berater anderer Dienstleister.

Die kostenlose Förderfinder-App ist hier erhältlich:
Google Play Store
iTunes App Store

REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kontakt für Rückfragen:
Andrea Kurtenacker
Telefon 02 21 – 49 81 848
Mailto:kurtenacker@iwkoeln.de

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